„Wir zahlen nicht für eure Krise! Kürzt euch doch selber!“

Das Transparent, das am Morgen aus den Fenstern des Rathauses wehte, fasst das Anliegen der AktivistInnen von „Tatort Alltagskrise“ zusammen.
Unter diesem Motto verschafften sich rund 20, in weiße Overalls gekleidete Personen Zutritt zu den Büros im Rathaus. Die AktivistInnen von Tatort Alltagskrise, die bereits in der Vergangenheit durch öffentlichkeitswirksame Aktionen, wie z.B. einem spontanen Einzug in ein Einrichtungshaus, auf die Auswirkungen der aktuellen Krise aufmerksam gemacht haben, kürzten symbolisch die Stellen der RathausmitarbeiterInnen. Zu diesem Zweck wurde die Inneneinrichtung einiger Büros, u.a. Stühle, Pflanzen, Essen, Ordner und anderes Büromaterial auf den Hauptmarkt getragen. Weitere Personen verteilten Flugblätter um umstehenden Passanten und BesucherInnen des Rathauses das Anliegen der Aktion zu erklären, die, im Gegensatz zu den später eintreffenden Polizeibeamten, die drei mutmaßliche TeilnehmerInnen in Gewahrsam nahmen, größtenteils positiv reagierten.

Dabei war Ziel der AktivistInnen, die Verantwortlichen für die finanziellen Einschnitte im sozialen und kulturellen Bereich mit dem Unmut der Betroffenen zu konfrontieren und auf die katastrophale Situation in den Kommunen aufmerksam zu machen. Diese hat zur Folge, dass immer mehr Kosten auf die BürgerInnen verlagert werden, was sich sowohl in steigenden Preisen für öffentliche Dienstleistungen wie Fahrkarten- oder Schwimmbadpreise, als auch in der Streichung von Zuschüssen für kulturelle Einrichtungen ausdrückt.
„Wir fordern alle Kürzungen im sozialen und kulturellen Bereich sofort zu beenden und rückgängig zu machen, ebenso wie die kostenlose Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel und Einrichtungen zu sichern.“, protestiert Kathrin Müller. „Unsummen an Geldern werden lieber in Prestigeobjekte gesteckt, anstatt uns den Zugang zu grundlegenden Dingen, wie Mobilität zu ermöglichen.“

Hier der aktuelle Flyer


3 Antworten auf „„Wir zahlen nicht für eure Krise! Kürzt euch doch selber!““


  1. 1 herbert 01. Juni 2010 um 16:00 Uhr

    hey coole Aktion!!!

    aber stellt doch mal das FLugi so hoch, dass es jedeR öffnen kann. pdf oder rtf…
    viele GRüße nach Nürnberg

  2. 2 dachs 01. Juni 2010 um 18:08 Uhr

    kann man das Flugi so hochstellen, dass jedeR es lesen kann?
    pdf oder so???

  3. 3 Andy 04. Juni 2010 um 12:17 Uhr

    Geile Aktion! Leider findet sowas kaum Erwähnung in den Medien.

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